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Meilensteine

Die Idee des Betrieblichen Gesundheitsmanagements geht zum einen auf die Ottawa-Charta von 1986 zurück. Hier wurde das Ziel formuliert, die Bevölkerung zu einem selbstbestimmten Umgang mit Gesundheit zu befähigen sowie Lebenswelt und Gesundheitsdienste gesundheitsförderlich zu gestalten.

Eine andere Wurzel ist der betriebliche Arbeitsschutz, der auf eine lange Tradition zurückblickt und im Rahmen europäischer Gesetzesinitiativen in den letzten Jahren gestärkt wurde. Ein wichtiger Meilenstein war dabei die EG-Rahmenrichtlinie Arbeitsschutz (89/391/EWG) sowie weitere EG-Arbeitsschutz-Richtlinien und deren Umsetzung in deutsches Recht als Arbeitsschutzgesetz (07.08.1996).

Durch dieses Arbeitsschutzgesetz sind Betriebe verpflichtet, körperliche wie auch psychische Arbeitsbelastung am Arbeitsplatz im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln und sie so gering wie möglich zu halten. Wichtiges Merkmal des zugrundeliegenden ganzheitlichen Ansatzes ist, dass Arbeitnehmer/innen als Person betrachtet werden, die nicht nur physikalisch-chemischen und biologischen Einwirkungen am Arbeitsplatz ausgesetzt sind und diese körperlich verarbeiten, sondern als Person natürlich auch ein Seelenleben haben.

Dementsprechend soll der ganzheitliche Ansatz auch betriebliche Gesundheitsförderung, die Verbesserung der Führungskultur, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf sowie Aufgaben der altersgerechten Arbeitsgestaltung berücksichtigen.