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Ist- / Soll-Analyse

Die erste Arbeitsphase in der Begleitung einer Organisation bei der Einführung von BGM über den vollen BGM-Zyklus hin beginnt – sofern der Kunde das nicht extra anders wünscht - mit der Analyse. Diese kann als Bedarfsanalyse oder Potentialanalyse durchgeführt werden. Entscheidend ist, welche Form von Analyse der Kunde nach Beratung zu den jeweiligen Vor- und Nachteilen wünscht.

Die Bedarfsanalyse ist von der Zielrichtung und Formulierung Ihrer Fragen her problemorientiert angelegt. Die Potentialanalyse ist unmittelbar lösungsfokussiert und zeigt direkt auf, was erreichbar ist, statt erst noch auf Verantwortlichkeitszuschreibungen für Defizite in der Vergangenheit einzugehen.

Grundsätzlich gibt es damit drei Optionen für die Entwicklung einer im Anschluss zur Analyse zu konkretisierenden Vision, was genau durch BGM-Maßnahmen in welchem Zeitraum miteinander erreicht werden kann und soll:

Kunde schätzt ein, dass er aufgrund von Beobachtung und Erfahrung seinen Bedarf selbst eingrenzen kann und kein extra Budget für Analyse einsetzen möchte. Diese Situation ist eher in sehr kleine Unternehmen bzw. Startups anzutreffen.

Die Bedarfsanalyse/Potentialanalyse erfolgt entsprechend der Präferenz des Kunden anhand von quantitativen Kenndaten (also bspw. Ausfallzeiten der MA pro Leistungseinheit). Diese wurden entweder durch Spezialisten der Kassen bereits erhoben oder werden in Auftrag mit Hilfe von Fragebögen oder online-basiert über Smartphone/PC datenschutzgerecht erfasst und den Analysierten auf eigener Projektwebseite zwecks (gemeinsamer) Reflexion und Prozessevaluation zur Verfügung gestellt.

Die Bedarfsanalyse/Potentialanalyse erfolgt entsprechend der Präferenz des Kunden auf der Basis qualitativer Erhebungen, die mit Entscheidern und Mitarbeitern diskutierbar sind und zu quantitativen Kenndaten verdichtet werden (u.a. über Methoden wie bspw. das „Zirkuläre Dekonstruieren“ etc.).

Für welche Form der Analyse sich die Entscheider der betreuten Organisation auch entscheiden mögen – zu beachten ist in jedem Fall folgendes: Dieser diagnostische Prozess stellt bereits die erste Intervention ins Beziehungssystem der Organisation dar!

Die Formulierungen für zukunftsbezogene sowie ressourcen- und kompetenzorientierte Fragenkataloge („Was genau können wir alles miteinander erreichen?“) unterscheiden sich daher signifikant von den Formulierungen vergangenheitsbezogener, defizit- und pathologieorientierter Fragenkataloge Problemanalysen („Wer ist verantwortlich zu machen dafür, dass in der Vergangenheit IST/SOLL erwirtschaftet wurde?).

Die lösungsfokussierte Form der Potentialanalyse zielt deshalb von vornherein auf Mitarbeiteraktivierung und Verbesserung von Motivation, Gesundheit, Leistungsfähigkeit und ist „eigentlich“ effizienter als klassische IST/Analysen.

Unserer strikt Service-orientierten Vertriebsphilosophie zufolge entscheidet der vorab gut beratene Kunde, welcher Form von Erhebung er die für ihn relevanten Ergebnisse eher zutraut.

Das Arbeitsziel der Phase 1 des BGM-Zyklus ist alles in allem erreicht, wenn der Kunde seine Vision von der gewünschten Verbesserung in der relevanten Leistungseinheit in Form umfassender, zunächst noch allgemein formulierter Leitziele eingrenzen kann, dazu Feedback erhalten hat und bestätigt, dass er sich verstanden fühlt.