Zum Inhalt springen

Die Ausgangssituation

Die Situation in Sachsen bietet Chancen für die Umsetzung innovativer Wege bei der Implementierung von BGM in den Organisationen. Die wichtigsten Situationsfaktoren für den - angesichts wirtschaftlich turbulenter Zeiten von allen gesellschaftlichen Akteuren um so stärker angestrebten - Kulturwandel sind:

  1. Vorteile durch BGM sind als Thema in den Wirtschaftsdebatten angekommen. Treiber für die zunehmende Sensibilisierung sind im Wesentlichen die demographische Entwicklung, speziell der Bedarf an qualifizierten Fachkräften und der Leistungserhalt älterer Leistungs- und Erfahrungsträger. Als Komponente systematischer Organisationsentwicklung ist BGM in den Führungsetagen sächsischer Unternehmen erst teilweise verankert.
  2. Ein „roter Faden“ für systematisches BGM fehlte in Deutschland bis 2012 und wurde erstmals durch die Norm DIN SPEC 91020 geregelt.
  3. Bedarf für organisationsübergreifende Qualitätsentwicklung trotz Konkurrenz in anderen Bereichen wurde durch Politik - u.a. in Form von Fördermittelausschreibungen - erkannt, und durch Bildungsträger ansatzweise umgesetzt. Die engagierten Berater der Kassen befinden sich auf der Suche nach Strategiekonzepten, dank denen die Implementierung von BGM leichter und nachhaltiger gelingt. Ursache: Die möglichen Anbieter sind von ihren historisch gewachsenen Gepflogenheiten her an einer stärker Angebots-bestimmten Marktsituation orientiert. Freie Weiterbildung ist immer stärker auf reale Nachfrage hin ausgerichtet. BGM muss daher viel mehr auf Bedarfe und Bedürfnisse in Unternehmen ausgerichtet werden!
  4. Bedarf an Professionalisierung von BGM in Sachsen in Form verbesserter AUFTRAGSKLÄRUNG (inkl. Stakeholderanalysis mit a) Vertretern der Unternehmen, b) Beratern der Kassen, c) den das jeweilige BGM-Projekt Durchführenden und d) denen, die es organisieren),
  5. Qualität kann als solche oft noch nicht erkannt, geschweige anerkannt werden, weil Kulturveränderungs-prozesse höchste Anforderungen an Entscheider bzw. Consultants stellen sowie einen „sehr langen Atem“ brauchen“.
  6. Der Bedarf an optimierter Organisiertheit der Durchführung, insbesondere Koordination der Stakeholder bietet professionellen Bildungsdienstleistern Chancen, sich durch ein „gleich richtig“ aufgesetztes Strategiekonzept gegenüber der Masse der an überholten Ansätzen haftenden Wettbewerber auszuzeichnen.
  7. Die Anforderungen an BGM steigen mit den Anforderungen an die Agilität von Organisationen im Zuge von Globalisierung und Digitalisierung dramatisch an.